Im Wald da ist was los

Im Wald da ist was los

…unter diesem Motto starteten Ende April unsere Projektwochen rund um den Wald.
Gemeinsam mit einer Umweltpädagogin vom Waldmuseum Ebersberg gestalteten wir vier verschiedene altersspezifische Thementage, die jeweils rund vier Stunden dauerten.
Jeden Dienstag sammelten sich um 8:30 Uhr ca. 18 Kinder, um gut gerüstet mit zwei Erzieherinnen und unserem Waldwichtel Ewald Richtung Ottersberg in den Wald zu marschieren. Dort wurden wir von Sabine und dem Eichhörnchen Emil empfangen.
In einer kleinen Kennenlernrunde bekamen alle Kinder einen neuen Nachnamen passend zum Wald z.B. Pauli Pilz und Max Marder.

Im Wald da ist was los

Danach machte sich die erste Projektgruppe daran, den Boden zu untersuchen, und wir entdeckten jede Menge verschiedene Bodentiere mit 1000 Füßen – oder waren es doch nur 999?! Diese Tiere sorgen dafür, dass unser Waldboden über die Jahre immer schön sauber bleibt. Mit Kleister machten wir Bodenabdrücke, um den Daheimgebliebenen die verschiedenen Waldbodenschichten zeigen zu können.
Die zweite Gruppe erforschte die Bäume im Wald, betastete die Rinde, entdeckte mit Hilfe von Spiegeln den Wald aus der Vogelperspektive, und bei einem Baummemory lernten wir die verschieden Baumarten kennen. Im Anschluss daran sammelten wir die „goldenen Tränen der Bäume“ – mit diesem Harz und mit Fundstücken aus dem Wald bastelten wir im Kindergarten und waren sehr erstaunt, wie gut flüssiges, heißes Harz kleben kann.
Die dritte Arbeitsgruppe erlebte in einem schwungvollen Bewegungsspiel quer durch den gesamten Waldabschnitt, wie ein einzelner Regentropfen durch die Erde wandert und so zu bestem Trinkwasser wird, weil es vom Waldboden, Kies und Steinen gefiltert wird.
Als dann der „Steinbeißerkönig“ zu Besuch kam, erbauten wir ihm das schönste Steinschloss.
Bei der vierten Expedition in den Wald standen wieder die verschieden Bäume mit ihren Früchten, ihrer Rinde, Blättern und Nadeln im Vordergrund. Jedes Kind fand für sich einen Lieblingsbaum und verzierte ihn mit Hilfe von Salzteig und Blättern. Danach bekamen alle Bäume ihren persönlichen Phantasienamen.

Alle Kinder waren von Anfang bis Ende mit Begeisterung dabei, und um ihren Spieldrang zu befriedigen, durfte jede Gruppe in der jeweiligen Woche ein zweites Mal in den Wald marschieren und ganz ausgiebig spielen, Lager bauen und natürlich weiter forschen und experimentieren.
Nach diesen Projektwochen werden wir wieder wie gewohnt jeden Dienstag Vormittag in den Wald verschwinden und mit großer Wahrscheinlichkeit werden wir noch mehr begeisterte Waldkinder dabei haben.

Für das Kinderland Fresiengasse
Susanne Burghart