Juniorhelfer und erste Hilfe für die Vorschulkinder

Montag bis Mittwoch haben die Schulkinder einen so genannten Junior Helfer gemacht. Dazu besuchte uns Martina Neubauer-Nielsen vom Bayrischen Roten Kreuz und traf sich jeden morgen mit den Kindern im Montessoriraum, um mit ihnen einige Dinge zu besprechen und zu üben. So wurde geklärt:

• Wie kann ich Unfälle vermeiden?
• Was kann ich bei Verletzungen tun, oder was darf ich auf keinen Fall tun?
• Was ist ein Wundschnellverband?
• Was ist ein Pflaster- oder Fingerkuppenverband?
• Wie setze ich einen Notruf ab?
• Was ist eine Schonhaltung?
• Welche Notrufnummern gibt es und wie lauten sie?
• Was kann ich bei Wunden am Kopf machen?
• Wann brauche ich die stabile Seitenlage und wie geht sie?

Erste Hilfe_1

Damit es nicht langweilig wurde, hat Martina mit den Kindern viele Dinge in der Praxis ausprobiert. So gab es Wundschnellverbände an Fingern und Ellenbogen, eine Kopfhaube bei Verletzungen am Kopf und auch die stabile Seitenlage oder die Schonhaltung beherrschen alle Kinder gut.
So manche Eltern wurden am Nachmittag gleich von ihren Kindern informiert wie man Wunden gut versorgt.

Erste Hilfe_2

Zwei Wochen später besuchte uns Martina noch einmal, diesmal kam sie zu den Vorschulkindern. In 1 ½ Stunden brachte sie den Kindergartenkindern bei, wie auch sie im Notfall helfen können. In Teamarbeit wurden Pflaster so geschnitten, das die Bewegungsfreiheit beim Pflaster aufkleben nicht eingeschränkt wird. Dazu hatte sie einen netten Helfer mitgebracht, der den Kindern mit roter Farbe Wunden auf Ellenbogen und Finger malte. Es wurden Notrufe mit einem Spielzeug Telefon abgesetzt und die stabile Seitenlage geübt. Dabei wurden plötzlich Kräfte freigesetzt, bei denen selbst die Kinder staunten. Denn mit der richtigen Vorbereitung ist es kein Problem für ein Kindergartenkind auch einen Erwachsenen jederzeit in die stabile Seitenlage zu bringen.


Erste Hilfe_3

Einen Tag später besuchte uns Martina noch einmal, und brachte diesmal einen Krankenwagen mit. Diesmal konnten auch die Krippenkinder an diesem Angebot beteiligt werden. Anziehen, ab durch den Garten und rein in den Krankenwagen. Dort angekommen lag bereits schon der kranke Teddy auf der Krankenliege. Es wurde Fieber gemessen, zum Glück hatte er keines. Doch als wir bemerkten, dass der Teddy etwas schlecht Luft bekommt musste er beatmet werden. Zum Schluss wurde noch das Herz des Bären abgehört, das übrigens prima geschlagen hat.
Der Reihe nach durften jetzt gruppenweise auch alle Kindergartenkinder den Wagen besichtigen und ihre Fragen stellen.
Und somit ging ein erlebnisreicher und informativer Vormittag zu Ende.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren beiden Helfern des Bayrischen Roten Kreuzes und freuen uns schon auf ein Nächstes mal.

Für das Kinderland Sudetenstraße I
Christine Grüner, Kristina Schönherr und Annemarie Thaler