„Unsere bairische Sprache darf nicht aussterben !“

Unter dieses Motto hat der Poinger Kindergarten „Kinderland“ sein Projekt gestellt, das unter der Leitung von Marianne Nicko zu Jahresbeginn aus der Taufe gehoben wurde. Bairisch ist nicht nur wichtiger Bestandteil unserer in ganz Deutschland geschätzten Kultur, sondern auch Voraussetzung für bessere schulische Leistungen unserer Kinder. Schon die Pisa – Studie hat eindeutig die höhere Sprachkompetenz der im Dialekt erzogenen Kinder aufgezeigt. Da bot es sich konsequenterweise an, schon im Kleinkindalter mit der Mundarterziehung zu beginnen.
Rasch fand man in Franz Bader aus Markt Schwaben, ehemaligem Hauptschullehrer und derzeitigem Vorsitzenden des Fördervereins Bairische Sprache und Dialekte für Ebersberg-Erding einen dafür geeigneten Pädagogen. Bader versucht in kurzen, kindgerechten Unterrichtssequenzen zum Beispiel Grußformeln wie „Griaß di“ und „Pfiad di“, Nahrungsmittelbezeichnungen wie „Knödl“, „Semmel“, „Gelbe Rüben“ genauso nahezubringen wie die Geschichten vom „Brozn – Kini“(Frosch-König) oder „Woaßt du iberhapts wia gern i di mog ?“(Hasengeschichte v. Ottfried Fischer).
„Obwohl viele der Kleinen vermutlich zu Hause in Hochdeutsch erzogen werden und beim Unterricht etwas verdutzt dreinblicken, ist die Aufnahmebereitschaft für das Bairische recht positiv,“ so Bader.„Großer Ansporn für mein Engagement ist ebenso die Unterstützung, die ich von Seiten der Kindergartenleitung und der Erzieher-(innen) erfahre. Und die ist im „Kinderland“ bestens.“
Franz Bader